Julia-Sophie Kober
Sopran
BIOGRAPHY
Als freischaffende Sopranistin verbindet Julia-Sophie Kober ihre Stimme regelmäßig mit einigen der profiliertesten Namen und Ensembles der Klassikszene – mit Teodor Currentzis und seinem Utopia Choir sowie mit Hans-Christoph Rademann und der Gaechinger Cantorey. Hinzu kommen Auftritte mit dem Chor der Klangverwaltung und dem Vokalwerk der Opernfestspiele Heidenheim unter der Leitung von Marcus Bosch sowie diversen freien Ensembles.
Im Juni 2026 sang sie erstmals im Bayerischen Staatsopernchor, wo sie unter Vladimir Jurowski in Anton Bruckners Messe in e-Moll bei der Eröffnung der Münchner Opernfestspiele mitwirkte. Im Sommer 2026 brachte sie mit dem Utopia Choir zudem gleich zwei große Chorwerke zur Aufführung: zur Eröffnung der Salzburger Festspiele Songs of Despair and Sorrow von György Kurtág sowie Brahms' Requiem, das sie mit dem Chor zudem im Bremer St. - Petri - Dom im Rahmen der Musikfestspiele Bremen sang. Im selben Jahr erschien beim Label Dabringhaus & Grimm (MDG) ihre CD-Einspielung Marcel Dupré – Vocal Discoveries mit dem Ensemble Vox ad hoc unter der Leitung von Tobias Frank. Die Kritik lobte den Chor als „quicklebendigen, sehr stabilen, kernigen, stählern glänzenden und leuchtenden Chorklang" (Rainer W. Janka, klassik-heute.de).
Auf der Opernbühne stand sie 2023 und 2024 mit dem Utopia Choir bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne – in Purcells The Indian Queen (Regie: Peter Sellars) und in Mozarts Don Giovanni (Regie: Romeo Castellucci). Von 2023 bis 2025 sang sie zudem in der Parsifal-Produktion von Richard Wagner im Goetheanum Dornach mit dem Vokalwerk der OH! (Regie: Jasmin Solfaghari). 2026 kehrte sie mit Bizets Carmen und dem Utopia Choir erneut auf die Bühne der Salzburger Festspiele zurück.
Ihre Bühnen sind die großen Häuser Europas. So sang sie u. a. im Théâtre des Champs-Élysées Paris, der Philharmonie Berlin, der Philharmonie Luxemburg, De Singel Antwerpen, dem Teatro Politeama Garibaldi Palermo, der Liederhalle Stuttgart sowie der Isarphilharmonie München.
Zu ihren solistischen Höhepunkten zählen Auftritte mit der Kammersymphonie Hannover und den Lübecker Philharmonikern. Ihr solistisches Konzertrepertoire deckt die zentralen Werke des Konzertfachs ab – von Bachs Johannespassion und Mozarts Requiem über Haydns Schöpfung und Mendelssohns Lobgesang bis zu Faurés Requiem. Im Ensemble ist sie in der großen Chorliteratur zuhause – von Händels Messiah über Bachs h-Moll-Messe bis zu Brahms' Requiem und Schumanns Das Paradies und die Peri".
Ihr Weg zur Musik verlief nicht geradlinig, und genau das hat ihre Stimme geprägt: Julia-Sophie Kober begann mit einem Schulmusikstudium mit Hauptfach Violine an der Musikhochschule Lübeck, bevor sie sich ganz dem Gesang zuwandte und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" Berlin bei Prof. Britta Schwarz und Prof. Janet Williams Opern- und Konzertgesang studierte. Sie war Mitglied der Liedklasse von Prof. Wolfram Rieger und vertiefte ihre Ausbildung in internationalen Meisterkursen bei Peter Berne, David Jones und Prof. Peter Sefcik. Aus Norddeutschland kommend, lebt sie heute in München.